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Sakura

Serienfertigung neuartiger Kohlenstofffaserintegralgehäuse für Magenttorquer

Prototypen des Spritzgussgehäuses (oben) und des hochpreisigen CFK-Gehäuses (unten)


Das Innovationsvorhaben der Verbundpartner ZARM Technik AG, Heino Ilsemann GmbH und des Faserinstituts Bremen e.V. umfasst die Weiterentwicklung des im Projekt AKIRA entwickelten Gehäusekonzepts aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) für Magnettorquer hin zu einem für die Serienfertigung geeigneten und optimierten Gehäuse.

Magnettorquer sind dabei vereinfacht Magnetspulen, deren erzeugtes Magnetfeld mit dem Erdmagnetfeld interagiert und so die Lage von Satelliten beeinflusst. In bestimmter Betriebsart können in den ursprünglich metallischen Gehäusen der Torquer starke Wirbelströme auftreten, die durch den elektrischen Materialwiderstand Verluste erzeugen sowie die Reaktionszeiten drastisch verschlechtern. Durch die Verwendung von CFK wird nicht nur die Bildung von Wirbelströmen unterbunden, sondern auch Gewicht gespart.

Programme
EFRE Bremen 2014 - 2020
Prioritätsachse / Förderbereich
Prioritätsachse 6 - REACT EU
Krisenbewältigung und Transformation zu einer grüneren und digitalen Wirtschaft
Gesamtvolumen (in €)
793.269,00
Volumenaufteilung
davon nationale öffentliche Mittel: -
davon EFRE-Mittel: 393.469 €
Laufzeit
01.12.2021 - 31.05.2023
Umsetzungsort
Stadt Bremen
Kontakt
Bremer Aufbau-Bank GmbH
Domshof 14/15
28195 Bremen
Tel.: +49 0421 96 00-399
Fax: +49 0421 96 00-840
E-Mail: tim.schmohl@bab-bremen.de


Weiterführende Entwicklung

Die Entwicklung eines Leichtbaugehäuses aus CFK wurde bereits sehr positiv von der Raumfahrtbranche aufgenommen. Die weiterführende Entwicklung einer für die Serienfertigung geeigneten Variante folgt nun aus der Bewegung des Satellitenmarkts in Richtung Großkonstellationen, was bereits in Europa und Nordamerika sichtbar ist und in Asien folgen wird. Diese Nachfrage kann mit dem bisherigen und in der Raumfahrtbranche üblichen Manufakturbetrieb nicht mehr erfüllt werden.

In einem ersten weiterführenden Projekt wurde hierzu eine günstige, serientaugliche Kunststoff-Spritzgussvariante entwickelt. Diese zielt auf das Marktsegment der Riesenkonstellationen ab, die sich durch kurze Umschlagzeiten und sehr geringe Einzelkosten auszeichnen. Im Vorhaben Sakura soll hingegen das hochpreisige CFK-Gehäuse für das Marktsegment „hohe Stückzahlen bei besonders hoher Qualität zu geringeren Preisen“ zur Serientauglichkeit weiterentwickelt werden. Neben der Vereinfachung der bislang besonders zeitintensiven Integration der Spule soll dabei das bisherige Design in ein nachhaltiges Demisability Design überführt werden, um ein möglichst vollständiges Verglühen des Torquers bei Wiedereintritt in die Atmosphäre zu gewährleisten.

Das Projekt wird aus Mitteln der europäischen Union und durch das Land Bremen, die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Förderprogramm LuRaFo, gefördert.