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Herstellung innovativer Estrichsysteme

Bild mit verschiedenen Gesteinsarten


Unter dem Projekttitel "Der urbane bremische Bergbau als Rohstoffquelle zur Herstellung innovativer Estrichsysteme" (kurz: Estrich) entwickeln die Projektpartner einen neuen, nachhaltigen und klimafreundlichen Estrich. Dieser besteht -aus mineralischen Sekundärrohstoffen, die zum Beispiel beim Abriss von Gebäuden gewonnen werden und mit vergleichsweise geringem CO2-Ausstoß aufbereitet werden können.

Programme
EFRE Bremen 2021 – 2027
Prioritätsachse / Förderbereich
Politisches Ziel 1 – Ein wettbewerbsfähiges und intelligentes Europa
Spezifisches Ziel iii Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
Gesamtvolumen (in €)
53.550,00
Volumenaufteilung
davon EFRE-Mittel: 26.775€
Laufzeit
01.04.2026 - 31.03.2028

Herstellung innovativer Estrichsysteme

Der urbane bremische Bergbau als Rohstoffquelle zur Herstellung innovativer Estrichsysteme

Unter dem Projekttitel "Der urbane bremische Bergbau als Rohstoffquelle zur Herstellung innovativer Estrichsysteme" (kurz: Estrich) entwickeln die Projektpartner einen neuen, nachhaltigen und klimafreundlichen Estrich. Dieser besteht -aus mineralischen Sekundärrohstoffen, die zum Beispiel beim Abriss von Gebäuden gewonnen werden und mit vergleichsweise geringem CO2-Ausstoß aufbereitet werden können.

Estrich ist ein wichtiger Bestandteil beim Bauen – verursacht aber bislang hohe CO2-Emissionen. Die Materialprüfanstalt Bremen (MPA), ein Geschäftsbereich des Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT), entwickelt gemeinsam mit der Heidemann Recycling GmbH einen nachhaltigen Estrich. Statt neue Rohstoffe zu verbrauchen, sollen dafür mineralische Stoffe aus dem Rückbau von Gebäuden und Infrastrukturbauwerken aufbereitet und wiederverwendet werden. Der neue Ansatz soll die Umwelt deutlich entlasten und zum Klimaschutz beitragen. Dafür erhält das Projekt eine Förderung in Höhe von knapp 360.000 Euro.
Unter dem Projekttitel "Der urbane bremische Bergbau als Rohstoffquelle zur Herstellung innovativer Estrichsysteme" (kurz: Estrich) entwickeln die Projektpartner einen neuen, nachhaltigen und klimafreundlichen Estrich. Dieser besteht aus mineralischen Sekundärrohstoffen, die zum Beispiel beim Abriss von Gebäuden gewonnen werden und mit vergleichsweise geringem CO2-Ausstoß aufbereitet werden können.
Bei der Herstellung des Estrichs werden Bindemittel – sogenannte Geopolymere –eingesetzt, die im Gegensatz zu herkömmlichem Zement einen deutlich geringen CO2-Fussabdruck aufweisen. Zusätzlich soll eine Dämmschicht entwickelt werden, die auf denselben recycelten Materialien basiert wie der Estrich selbst. Das erleichtert es, das gesamte System nach der Nutzungsphase einem erneuten und kreislaufgerechten Aufbereitungsprozess zuzuführen.
Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Mit der Förderung des innovativen Projekts des IWT und der Heidemann Recycling GmbH unterstützt das Land Bremen, zusammen mit der EU, aktiv die Entwicklung nachhaltiger und kreislaufgerechter Baustoffe. Dieses Verbundvorhaben zeigt erneut eindrucksvoll, was die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft für den Umwelt- und Klimaschutz bewegen kann, und welches Innovationspotenzial der Standort Bremen hat."
"Wir blicken hier auf eine echte Innovation im Bauwesen – Made in Bremen. Das geförderte Projekt verbindet hohe Ressourceneffizienz durch Urban Mining mit spürbaren Vorteilen für Klima, Umwelt und Baukosten. Als Förderbank des Landes Bremen freuen wir uns, dass solche Entwicklungen hier vor Ort entstehen können und im guten Zusammenspiel der Akteure die passenden Rahmenbedingungen finden, um erfolgreich zu wachsen und Wirkung zu entfalten", sagt Ralf Stapp, Vorsitzender der Geschäftsführung der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven.
Das neu entwickelte Estrichsystem inklusive Dämmschicht soll sowohl im Wohnungsbau als auch im Gewerbe- und Industriebau eingesetzt werden können. Das Vorhaben ist am 1. April 2026 gestartet und läuft bis zum 31. März 2028. Fachlich-wissenschaftlich unterstützt wird das Forschungsprojekt durch Prof. Dr. Daniel Ufermann-Wallmeier, der sich unter anderem auf die Entwicklung alkalisch aktivierter Bindemittel fokussiert hat.