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Die Verarbeitung von Thunfisch ist anspruchsvoll – insbesondere der Auftauprozess.

Teller mit Thunfischvariationen
© #TFE TheFishExperts Thunfisch ist ein leckerer und beliebter Fisch – aber das Auftauen ist anspruchsvoll: Forscher der Universität Bremen entwickeln jetzt einen Überwachungssensor für diesen Prozess.

Mit dem sensorgesteuerten Messsystem soll der Auftauvorgang der sensiblen Ressource Thunfisch genau überwacht und gesteuert werden. Der optimierte Auftauprozess verringert auftaubedingte Thunfischverluste und hilft Energie und Treibstoff einzusparen. Somit wird weniger CO2 emittiert.

Für die Verarbeitung müssen die tiefgefrorenen Filet-Stücke – die sogenannten Loins im Kern aufgetaut werden, dürfen aber max. 4°C an der Oberfläche aufweisen. Die Kunst besteht darin, die Temperatur so genau zu führen, dass die Filet-Stücke bis zum Kern getaut sind, die Außenseiten sich jedoch nicht zu stark erwärmen.

Mit dem zu entwickelnden sensorgesteuerten Auftausystem werden die Kühlleistung, Temperatur und Ventilation während des Auftauvorganges optimal an den tatsächlichen Phasenübergang von Eis zu Wasser im Inneren der Ware angepasst.
Es soll ein Sensorsystem entwickelt werden, das an die Dicke, der mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Thunfischstücke angepasst ist. Dazu werden verschiedene Messverfahren (Temperaturverlauf, Ultraschall, Kapazitive Eigenschaften) bewertet.

Das entwickelte System kann später auf andere Tiefkühlwaren angepasst werden.
Das Projekt wird aus Mitteln der europäischen Union und durch das Land Bremen, der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken gefördert.

Pressemitteilung der Universität Bremen