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Partner in dem Verbundprojekt Manufaktur 4.0 sind neben der Deutsche See GmbH, die Hochschule Bremerhaven und das BIBA, Bremer Institut für Produktion und Logistik.

Marktführer bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten

Übergabe der PFAU-Zuwendungsbescheide an die Verbundpartnerinnen, jpg, 47.8 KB
v.r.n.l.): Dr. Diana Wehlau (SKUMS), Dipl.-Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA), Ulrich Grewe (Deutsche See), Dr. Ramona Bosse (Hochschule BHV) und Guido Ketschau (BIS). © Deutsche See

Die Bremerhavener Fischmanufaktur ist nationaler Marktführer bei der Weiterverarbeitung und Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. Sie beliefert mehr als 35.000 Kund*innen aus Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie. Zum Qualitätsmerkmal des Betriebs gehört, dass der Nachhaltigkeitsgedanke die gesamte Wertschöpfungskette durchzieht: Vom bestandserhaltenden Fischfang über eine ressourcenschonende Verarbeitung bis hin zu klimaneutralem Transport.

So besteht die Fahrzeugflotte aus emissionsarmen LKW und Kühlaufbauten sind FCKW-frei. Die Betriebsgebäude verfügen über Wärmerückgewinnungssysteme und energieeffiziente Kältetechnik. Für ihr verantwortungsvolles Engagement wurde die Deutsche See GmbH im Jahr 2010 zu Deutschlands nachhaltigstem Unternehmen gekürt. Die Deutsche See GmbH ist seit Februar 2012 Mitglied der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“ und wurde im Jahr 2015 von der Bremer Umweltbehörde zum „Klimaschutzbetrieb“ ausgezeichnet.

Digitale Produktionssteuerung

In der Fischmanufaktur kommen die frisch angelieferten Rohwaren nach eingehender Qualitätskontrolle direkt in die Feinkostproduktion und werden von Hand und nach vorgegebenen Rezepturen verarbeitet. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz soll die digitale Produktionssteuerung nun künftig gleichbleibende Qualitäten sicherstellen. Dazu gehören Vorgaben für den Wareneingang ebenso wie die Zutatenzugabe und die individuelle Verarbeitung unterschiedlicher Qualitäten.

Digitaler Zwilling der Feinkostproduktion

In Kooperation mit der Hochschule und dem BIBA wird ein sogenannter digitaler Zwilling der Feinkostproduktion aufgebaut. Hier werden Parameter wie Mengen, Rohstoffe, Rezepturen, sensorische Faktoren und vieles mehr aufgenommen und mittels künstlicher Intelligenz verarbeitet. So kann der einzelne Produktionslauf im Voraus simuliert werden. Neben der gleichbleibenden Qualität hat das Forschungsvorhaben vor allem den schonenden Umgang mit Ressourcen zum Ziel. So ermöglicht die digitale Steuerung der Produktion auch eine genauere Planung der benötigten Rohstoffmengen und des logistischen Einsatzes. Lässt sich exakt voraussagen, wie viel Fisch benötigt und gekühlt werden muss, so entsteht weniger Abfall. Zudem ist der Energieverbrauch im Unternehmen transparent, planbarer und lässt sich reduzieren.