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Schutz vor Hitze am Arbeitsplatz – für gesunde und sichere Arbeitsbedingungen

Das Smart Mobility Institute (SMI) an der Hochschule Bremerhaven und das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) entwickeln gemeinsam ein Maßnahmenkonzept zum Schutz vor hitzebedingten Gesundheitsfolgen am Arbeitsplatz. Im Fokus der Untersuchungen stehen Beschäftigte in besonders hitzeexponierten Berufsgruppen.

Projektziel

Das Smart Mobility Institute (SMI) entwickelt zusammen mit dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ein Maßnahmenkonzept zum Schutz vor Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz gegenüber Hitze und UV-Strahlung für besonders exponierte Berufsgruppen im Bundesland Bremen.

Ausgangslage und Bedarf

Für das Bundesland Bremen werden für die kommenden Jahre deutlich höhere Temperaturen erwartet. Besonders in den Sommermonaten nimmt die Zahl heißer Tage zu, was sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt. Beschäftigte in besonders exponierten Tätigkeiten können sich den klimatischen Bedingungen kaum entziehen und haben nur begrenzten Einfluss auf ihre Arbeitsumgebung. Mögliche Folgen sind vermehrte Ausfallzeiten durch hitzebedingte Erkrankungen sowie höhere Unfallzahlen infolge nachlassender Konzentration. Aus diesem Grund ist jetzt die Zeit, Maßnahmen zu ergreifen und Arbeitnehmende besser vor Hitze und UV-Strahlung zu schützen. Das Projekt HibeBB wurde auf Grundlage des Hitzeaktionsplanes Bremen.Bremerhaven entwickelt und konkretisiert die dortigen Maßnahmen.

Nutzen für Unternehmen und Beschäftigte

Hitze- und UV-Schutz sind Angelegenheit des Arbeitsschutzes, insbesondere für beruflich stark exponierte Gruppen. Durch HibeBB werden effektive und praxistaugliche Anpassungsmaßnahmen zum Hitze- und UV-Schutz für besonders exponierte Berufsgruppen erarbeitet. Parallel entstehen branchenspezifische Informations- und Kommunikationskonzepte, die unter Beteiligung betroffener Unternehmen und Organisationen validiert und angepasst werden. Ergänzend wird eine Strategie zur Qualifizierung von betrieblichen Arbeitsschutzaktteuren – insbesondere Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärztinnen und -ärzten – entwickelt. Die bereitgestellten Materialien sollen das Bewusstsein von Arbeitgebenden und Beschäftigten für hitze- und UV-bedingten Gefährdungen stärken, neue Schulungsangebote ermöglichen und bestehende ergänzen. Insgesamt trägt das Projekt zur Verbesserung des Arbeitsschutzes in Bremen und Bremerhaven bei und erhöht die Resilienz lokaler Unternehmen und Organisationen.

Innovation

Der Arbeitsschutz hat die Aufgabe, Beschäftige vor arbeitsbedingten Gesundheitsschäden zu schützen und unfallbedingte Verletzungen zu vermeiden. In Bezug auf die UV-Strahlung und Hitze gibt es bisher kaum umsetzbare Maßnahmenkonzepte. Besonders die Anpassungsqualifizierung betrieblicher Arbeitsschutzakteure wird bundesweit Beachtung finden.

Implementierung und Zusammenarbeit

Die Ergebnisse des Projektes sind darauf ausgerichtet, die Ziele des Hitzeaktionsplans Bremen.Bremerhaven und gleichzeitig die Klimaanpassungsstrategie des Bundeslands Bremen umzusetzen. Mit HibeBB leisten die Partner einen wichtigen Beitrag dafür, dass Arbeit auch unter den Bedingungen des Klimawandels sicher und gesund bleibt.
Durch die enge Zusammenarbeit mit betroffenen Unternehmen und Organisationen werden bereits bestehende Erfahrungen sowie Expertenwissen in die Maßnahmen- und Konzeptentwicklung einfließen, so dass diese nicht nur theoretisch, sondern praxisnah und umsetzbar in den Unternehmen und Organisationen vor Ort vorliegen.