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BEA

Bremerhavener Experimentalhaus für eine bioinspirierte, klima- und menschenfreundliche, ressourceneffiziente Architektur

Kieselalge


Der Baubereich verursacht aktuell weltweit jährlich rund 11 Prozent des CO2-Ausstoßes – unter anderem durch die energieintensive Produktion von Beton. In Bremerhaven startet das Forschungsvorhaben BEA, das den Hausbau und die Gebäudetechnik zukunftsweisend verändern soll. Ziel des Projektes ist es, ressourcenschonend mit nachwachsenden und natürlichen Werkstoffen zu bauen und vor allem die CO2-Emissionen zu senken.

In dem Projekt werden Strukturen mariner Organismen in Verbindung mit ausgewählten nachhaltigen Materialien für das Bauwesen eingesetzt. Damit können mehrere umweltrelevante Effekte erzielt werden wie Materialsubstitution, Nutzung nachwachsender Werkstoffe, CO2-Reduktion durch Verringerung beziehungsweise Vermeidung des Einsatzes von Beton sowie die Einsparung von Energie durch passive, aber wärmedämmende Systeme.

Programme
EFRE Bremen 2014 - 2020
Prioritätsachse / Förderbereich
Prioritätsachse 6 - REACT EU
Krisenbewältigung und Transformation zu einer grüneren und digitalen Wirtschaft
Gesamtvolumen (in €)
737.552,00
Laufzeit
01.10.2021 - 30.09.2023
Umsetzungsort
Stadt Bremerhaven
Kontakt
Herr Guido Ketschau
Tel.: +49 471 94646-741
Fax: +49 471 94646-690
E-Mail: ketschau@bis-bremerhaven.de


Materialsubstitutionen mit tragender Funktion

KieselalgenDiatomeen
AWI/R.Crawford

Durch angepasste bionische Strukturierung (beispielsweise 3-D-Druck) und Kombination mit weiteren natürlichen Materialien (beispielsweise Basalt, Fasern, Holz) sollen Materialsubstitutionen mit tragender Funktion erarbeitet werden. Sie sollen umweltfreundlich, lokal verfügbar und ressourceneffizient sein. Außerdem sollen Konzepte für atmungsaktive, wärmedämmende Leichtbauwände auf der Grundlage der fraktal aufgebauten Schalenstrukturen insbesondere von Kieselalgen entwickelt werden.

Mittels fraktalen Schalenversteifungen auf der Strukturbasis von Diatomeen und anderen Organismen werden tragende Wandstrukturen entwickelt, die mit sehr dünnen, transparenten Schichten abgedeckt werden können. Die Prototypen, das heißt Wandmodule in verschiedenen Größen aus den umgesetzten Ergebnissen, werden in zur Verfügung stehenden Bauwerken (Bestandsbauten) beziehungsweise in Container (BEA-Plattform) eingebaut. Sie sollen nach Möglichkeit durch Benutzer*innen und Besucher*innen getestet und bewertet werden.