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3D-Druck Testanlage für das Forschungszentrum ECOMAT

Mit der additiven Fertigung ins Leichtbauzeitalter


Die Infrastruktur des Materialforschungszentrums ECOMAT wird um eine neue Testanlage für den 3D-Druck erweitert. Die additive Fertigung (3D-Druck) ist ein Schwerpunktthema des EcoMaT in der Airport Stadt.

Das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT, einer der wissenschaftlichen Partner im EcoMaT, konzentriert sich im Bereich des 3D-Drucks auf die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Sicherheit hochbeanspruchter metallischer Bauteile.

Hier bestehen besondere Herausforderungen, wenn es beispielsweise um den Einsatz in tragenden Teilen eines Flugzeugs, einer Trägerrakete oder eines Automobils geht. Für die Herstellung hochfester und sicherheitsrelevanter Bauteile müssen bestehende Verfahren weiter entwickelt und verbessert werden. Hierfür benötigt das IWT die entsprechende Testanlage, eine sogenannte HIP-Anlage.

Diese Anlage ermöglicht es Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich des sogenannten "heißisostatischen Pressen" (eng. Hot Isostatic Pressing, Abk. HIP) umzusetzen. Dabei werden additiv gefertigte Bauteile einer erhöhten Temperatur und einem extrem hohen Druck ausgesetzt werden, um die verfahrenstypischen, festigkeitsreduzierenden Poren zu eliminieren.

Themenfelder
research and development
Programme
EFRE Bremen 2014 - 2020
Prioritätsachse / Förderbereich
Prioritätsachse 1 - Die Innovationsachse
Spezifisches Ziel 1: Steigerung der FuI-Kapazitäten in anwendungsnahen Forschungs- und Innovationseinrichtungen mit Bezug zu den Prioritäten der RIS
Gesamtvolumen (in €)
900.000,00
Volumenaufteilung
davon Landesmittel: € 450.000
davon EFRE-Mittel: € 450.000
Laufzeit
01.04.2019 - 31.05.2020
Umsetzungsort
Stadt Bremen
Kontakt
Herr Bastian Müller
Referent Innovation, Digitalisierung & neue Themen
Tel.: +49 421 361-32292
E-Mail: bastian.mueller@wah.bremen.de


Alleinstellungsmerkmal im norddeutschen Raum

Eine HIP-Anlage stellt für das EcoMaT ein überregionales Alleinstellungsmerkmal dar, da eine solche Anlage im norddeutschen Raum bisher nicht verfügbar ist.

Darüber hinaus wird die Forschungskompetenz des IWT deutlich gestärkt. Durch die neue Anlage deckt das IWT die komplette Prozesskette der additiven Fertigung ab - von der Entwicklung von Stahl- und Aluminiumlegierungen über Design und Erzeugung von Bauteilen bis hin zur Nachbereitung durch das HIP-Verfahren. Durch die neue HIP Anlage sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die werkstofftechnischen Potenziale dieses Verfahrens in Kooperation mit Partnern des EcoMaT wirtschaftlich zu verwerten.

Ausbau der Vorreiterrolle

Für die regionale Luft- und Raumfahrtindustrie, für ortansässige Produktions- und Dienstleistungsunternehmen als auch für die Bremischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen wird die Anlage im Rahmen von Forschungsvorhaben dazu beitragen, ihre Vorreiterrolle in der metallischen additiven Fertigung weiter auszubauen.

Die additive Fertigung (3D-Druck) ist eine Schlüsseltechnologie für die unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ subsummierten Aktivitäten zur Digitalisierung der industriellen Produktion. Für die Entwicklung völlig neuer Bauweisen, aus denen Prototypen und Produkte ressourcensparender hergestellt werden können, spielt der 3D-Druck eine entscheidende Rolle.