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Naturerleben in Leherheide

Erikasee 2011


Der Stadtteil Leherheide setzt sich aus den drei Ortsteilen Königsheide, Fehrmoor und Leherheide-West zusammen. Insbesondere Leherheide-West ist gekennzeichnet durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Arbeitslosengeld II- (Hartz IV-)EmpfängerInnen, wachsenden Leerstand beim Wohnraum und bei Geschäfts- bzw. Gewerbeimmobilien sowie einem stark beeinträchtigten Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.

Demgegenüber stehen bereits begonnene Rückbau- und Umstrukturierungsmaßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils. Darüber hinaus präsentiert sich Leherheide als ein Stadtteil mit viel „Grün“. Mittendrin – und nur für FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen erreichbar – liegt der Erika-See.

Der Erika-See – so vermuten die zuständigen Stellen heute – war ursprünglich als Naherholungsgebiet für den in den 60er-Jahren entstandenen Stadtteil Leherheide-West gedacht. Der See ist umgeben von Wiesen und altem Baumbestand. In der Mitte hat er eine mit Bäumen und Büschen bewachsene Insel und eine Flachwasserzone. Diese Idylle am Rand des Stadtteils ist in Vergessenheit geraten. Selbst alteingesessene BewohnerInnen von Leherheide können sich kaum an diese Örtlichkeit erinnern.

Unter dem Motto „Naturerleben in Leherheide“ sollen schlecht oder nicht zugängliche Freiräume schonend erschlossen werden. Es gilt vor allem, die ansässige Bevölkerung durch Erleben und Wissensvermittlung an die vorhandenen Naturräume heranzuführen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen erfahren, dass es lohnenswert ist, Naturraum zu erhalten, zu erkunden und zu genießen, aber auch sauber zu halten. Natur- und Umwelterfahrungen mit allen Sinnen, Freude an der Vielfalt der Natur und ganzheitliche Wissensvermittlung sollen ermöglicht werden.

Darüber hinaus soll das Projekt dazu beitragen, einen Imagewandel im Stadtteil einzuleiten. In Zukunft könnte der Fokus in Leherheide auf das „Grün“ im Stadtteil verlagert werden, um den Naherholungswert hervorzuheben, der mehr Lebensqualität „vor der Haustür“ verspricht.

Dafür müssen der Erika-See mit Insel, vor allem aber die anliegenden Freiflächen und Teile des Waldbereiches neu bzw. umgestaltet werden. Für eine Erschließung und Aufwertung sowie inhaltlich öko-pädagogischer Anreicherung sind nachstehende Elemente geplant, die wiederum im Rahmen von Beschäftigungs- und Qualifizie¬rungsmaßnahmen, Umsetzung erfahren sollen:

Schaffung eines Unterstandes, Errichtung von Sitzmöglichkeiten mit Tischen, Aufstellung von Info-Medien, Erschließung der Insel (per Brücke oder Ziehfloß), Einrichtung eines Naturspielbereichs, Vergrößerung des Sandstrandbereiches, Schaffung eines Wasserspielbereichs an den Zu- und Abläufen, Einrichtung eines Naturpfades aus Rindenmulch und Holzhäcksel, Schaffung von Lichtungsbereichen, Einrichtung von Info-Lernstationen sowie Sichtbarmachung von Besonderheiten, z. B. ehemalige Torfstiche.

Themenfelder
umweltbezogene Projekte, Stadtentwicklung
Programme
EFRE Bremen 2007 – 2013
Prioritätsachse / Förderbereich
Prioritätsachse 2: Städtische Wirtschafts- und Lebensräume aktivieren
Förderbereich 2.1: Stadtteilzentren- und Quartiersentwicklung
Gesamtvolumen (in )
780.200,00
Volumenaufteilung
davon öffentliche Mittel: 780.200 €
davon EFRE-Mittel: 390.100 €
Laufzeit
01.05.2012 - 31.12.2014
Umsetzungsort
Bremerhaven-Nord
Kontakt
Frau Maja Pfeifer
Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen
Referat 34
Zweite Schlachtpforte 3,
28195 Bremen
Tel.: +49 421 361-8582
Fax: +49 421 496-8582
E-Mail: maja.pfeifer@wah.bremen.de

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