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Über die Kunst, einen Thunfisch aufzutauen

Ressourcenschonung in der Supply Chain von Thunfisch

Teller mit zubereiteten Thunfischvarianten


Die Verarbeitung von Thunfisch ist anspruchsvoll – insbesondere der Auftauprozess.Im Rahmen des Vorhabens entwickelt das Institut für Mikrosensoren, Systeme und Aktoren (IMSAS) der Universität Bremen zusammen mit der Bremerhavener Firma TFE #TheFishExperts einen Sensor. Er soll erkennen, ob die Ware bis in den Kern aufgetaut ist.

Für fischverarbeitende Betriebe ist das Handling von Thunfisch eine Herausforderung, die Fingerspitzengefühl und Wissen über die Rohware erfordert. Besonders das Auftauen von Thunfisch ist anspruchsvoll: Temperatur und Ventilation müssen exakt dosiert werden, damit keine Abfälle entstehen und die Qualität des edlen Fisches optimal erhalten bleibt. Die Bremerhavener Firma TFE #TheFishExperts nutzt jetzt die jahrelange Expertise des Instituts für Mikrosensoren, Systeme und Aktoren (IMSAS) der Universität Bremen in der Entwicklung von Sensoren für die Lebensmittelüberwachung. Im Projekt „Ressourcenschonung in der Supply Chain von Thunfisch“ soll ein Sensor entwickelt werden, mit dem punktgenau festgestellt werden kann, wann ein Thunfisch bis in den Kern aufgetaut ist.




Programme
EFRE Bremen 2014 - 2020
Prioritätsachse / Förderbereich
Prioritätsachse 1 - Die Innovationsachse
Spezifisches Ziel 2: Steigerung der FuE- und Innovationsleistungen in den bremischen Unternehmen
Gesamtvolumen (in €)
370.452,65
Volumenaufteilung
davon private Mittel: 57.560,00 €
davon nationale öffentliche Mittel: 127.576,33 €
davon EFRE-Mittel: 185.136,32 €
Laufzeit
15.08.2020 - 15.04.2022
Umsetzungsort
Stadt Bremerhaven
Kontakt
Herr Dr. Mathias Grabs
Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau
Referat 20 „Umweltinnovationen & Anpassung an den Klimawandel“


Tel.: +49 421 361 - 2516
E-Mail: mathias.grabs@umwelt.bremen.de


Die Verarbeitung von Thunfisch ist anspruchsvoll – insbesondere der Auftauprozess.

Teller mit Thunfischvariationen
© #TFE TheFishExperts Thunfisch ist ein leckerer und beliebter Fisch – aber das Auftauen ist anspruchsvoll: Forscher der Universität Bremen entwickeln jetzt einen Überwachungssensor für diesen Prozess.

Mit dem sensorgesteuerten Messsystem soll der Auftauvorgang der sensiblen Ressource Thunfisch genau überwacht und gesteuert werden. Der optimierte Auftauprozess verringert auftaubedingte Thunfischverluste und hilft Energie und Treibstoff einzusparen. Somit wird weniger CO2 emittiert.

Für die Verarbeitung müssen die tiefgefrorenen Filet-Stücke – die sogenannten Loins im Kern aufgetaut werden, dürfen aber max. 4°C an der Oberfläche aufweisen. Die Kunst besteht darin, die Temperatur so genau zu führen, dass die Filet-Stücke bis zum Kern getaut sind, die Außenseiten sich jedoch nicht zu stark erwärmen.

Mit dem zu entwickelnden sensorgesteuerten Auftausystem werden die Kühlleistung, Temperatur und Ventilation während des Auftauvorganges optimal an den tatsächlichen Phasenübergang von Eis zu Wasser im Inneren der Ware angepasst.
Es soll ein Sensorsystem entwickelt werden, das an die Dicke, der mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Thunfischstücke angepasst ist. Dazu werden verschiedene Messverfahren (Temperaturverlauf, Ultraschall, Kapazitive Eigenschaften) bewertet.

Das entwickelte System kann später auf andere Tiefkühlwaren angepasst werden.
Das Projekt wird aus Mitteln der europäischen Union und durch das Land Bremen, der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken gefördert.

Pressemitteilung der Universität Bremen