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Denkort Bunker Valentin
Baubeginn für Rundweg am Bunker Valentin

Denkort Bunker Valentin

Der bewachsene Bunker

Der Bunker Valentin war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland. Von 1943 bis 1945 arbeiteten tausende Zwangsarbeiter aus ganz Europa auf der Baustelle. Damit ist der Bunker Valentin der wohl bedeutendste Ort in Bremen, an dem nationalsozialistische Herrschaft unmittelbar spürbar wird. Im Jahre 2010 beschloss der Senat den Aufbau einer Gedenkstätte. In einer mehrjährigen Projektphase wird durch die Umsetzung eines wissenschaftlich fundierten Gedenkstättenkonzepts aus der Bauruine Bunker Valentin der ›Denkort Bunker Valentin‹. Ergänzend zu der Gedenkstätten-Konzeption werden Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt, um ein Orientierungskonzept und ein multimediales Informationssystem im Außenbereich des Bunkers zu realisieren. Ziel ist es, historisch interessierten Einzelbesuchern und geführten Gruppen die Geschichte des Bunkerbaus und des Einsatzes der Zwangsarbeiter zu verdeutlichen.

Das Band der Informationen

Weg mit Bildern und Informationstafeln

Auf einem angelegten Weg, dem „Band der Informationen“, können sich die Besucher über den Bunkerbau, die Gründe dafür und den Einsatz der Zwangsarbeiter informieren. Der Weg führt durch den Bunker, über das direkte Außengelände und an der Weser entlang. Dabei werden sowohl bereits bekannte Fakten, aber auch neue Erkenntnisse und bislang nicht zugängliche Orte präsentiert. Die jeweiligen Informationen sind dabei immer mit dem aktuellen Standort der Besucher verbunden. An 22 Stationen werden historische Fotos, kurze Texte und Zitate von ehemaligen Häftlingen sowie Informationen zum Kontext präsentiert. Über Multimediaguides oder Smartphone-Apps werden zusätzliche multimediale Inhalte, wie Audio- und Videoausschnitte, sowie zusätzliches Bild- und Quellenmaterial bereitgestellt.
Das Orientierungs- und Informationskonzept zielt darauf, die Besucher in die Lage zu versetzen, sich selbst mit dem Thema auseinander zu setzen und den Bunker und seine Geschichte zu verstehen. Alle Informationen sind so aufbereitet, dass sie auch ohne spezifisches historisches Wissen zu verstehen sind und werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar sein. Diese Maßnahme wird im Rahmen der Marketingstrategie und strategischen Weiterentwicklung von Bremen- Nord umgesetzt.

Bunker Valentin 2013

Baubeginn für Rundweg am Bunker Valentin

Erdarbeiten für die Informationsweg haben begonnen

Baggerarbeiten
Auf historischem Boden: Baumaßnahmen am Bunker Valentin sind gestartet

Anfang März 2014 haben die Erdarbeiten für den neuen Informationsweg rund um den Bunker Valentin begonnen. Der Rundweg ist Teil der Umgestaltung der ehemaligen U-Boot-Fabrik zum Denkort. Ausgangspunkt des Rundweges wird ein Besucherzentrum auf der Südseite des Bunkers sein. Die dafür notwendigen Umbaumaßnahmen beginnen in den kommenden Wochen. Bis Ende 2015 sollen alle Umbauten abgeschlossen und der Bunker für die Öffentlichkeit geöffnet sein. Das regelmäßige Führungsprogramm, das auf dem Gelände von der Landeszentrale bereits seit 2011 angeboten wird, soll auch während der Bauzeit aufrechterhalten werden.

Pressemitteilung der Senatspressestelle (pdf, 314.7 KB)

Projektdaten

Wirkungsgebiet: Umsetzungsort: Volumen insgesamt (EFRE-Programm): davon öffentliche Mittel: davon EFRE-Mittel:
Stadt Bremen, Stadtteil Farge Stadt Bremen, Stadtteil Farge 396.000 € 396.000 € 198.000€

Ansprechpartner:

Frau Averwerser

Referat 11

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen
Zweite Schlachtpforte 3
28195 Bremen

+49 421 3618846+49 421 4968846