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ZIEL-2 2000-2006

Allgemeines

Mit dem Jahr 2000 begann eine neue Förderperiode der - durch die Agenda 2000 neu ausgerichteten - europäischen Strukturpolitik. Während der nunmehr siebenjährigen Förderperiode von 2000 – 2006 wird auch das Land Bremen im Rahmen des Ziel-2-Programms zur Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Umstellung der Gebiete mit Strukturproblemen weiterhin europäische Fördermittel erhalten.

Die finanziellen Zuwendungen lagen mit etwa 16 Mio. €/Jahr noch über jenen des Zeitraumes 1994 – 1999. Für die gesamte Förderperiode ergab sich damit ein Fördervolumen von rund 113 Mio. €. Diese Mittel wurden vom Land Bremen in mindestens gleicher Höhe kofinanziert, so dass über das bremische Ziel-2-Programm 2000 – 2006 insgesamt ca. 226 Mio. € an öffentlichen Ausgaben angesetzt werden konnten.

Die Ziel-2-Fördergebietskulisse für das Land Bremen umfasste Teile der Stadt Bremen mit rund 217.000 Einwohnern sowie das gesamte Stadtgebiet von Bremerhaven mit rund 127.000 Einwohnern, und damit rund 51% der Gesamtbevölkerung des Landes und 61% der Landesfläche.

Hier können Sie sich die Fördergebietskulisse Ziel-2-Programm (pdf, 514.7 KB) im Land Bremen (2000 bis 2006) herunterladen.

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Die Programmschwerpunkte

Daraus ergibt sich für das bremische Ziel-2-Programm 2000 – 2006 folgendes übergeordnetes Ziel: die Förderung der Wirtschaftskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Beschäftigung in der Region. Im Sinne einer Zielpyramide sind diesem Globalziel spezifische Ziele, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, und Querschnittsziele, die für alle Maßnahmen Gültigkeit besitzen, zugeordnet. Querschnittsziele sind die Förderung des Umweltschutzes, der Chancengleichheit, der KMU und der Technologieausrichtung. Das Ziel-2-Programm gliedert sich in fünf Schwerpunkte, denen insgesamt 13 Maßnahmen zugeordnet sind. Innerhalb dieser Maßnahmen findet im Programmverlauf die Auswahl der Einzelprojekte und ihre Förderung statt. Für die insgesamt zur Verfügung stehenden öffentlichen Fördermittel in Höhe von rund 226 Mio. € wurde zwischen den Programmschwerpunkten folgende Aufteilung vorgenommen:

  • Innerhalb des Schwerpunktes 1, für den 19,6 Mio. Euro oder 8,7 % des Programmvolumens vorgesehen sind, werden Maßnahmen zur Diversifizierung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch direkte Förderung der privaten Investitionstätigkeit gefördert und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und Existenzgründer unterstützt. Zu diesem Zweck werden die vorgesehenen einzelbetrieblichen Finanzhilfen im Rahmen der Maßnahme 1.1 zur Aufstockung der Mittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) und des Landesinvestitionsprogramms (LIP) genutzt, und dabei noch stärker als in der Vergangenheit auf Klein- und Mittelunternehmen (KMU) ausgerichtet. Die Maßnahme 1.2 dient der Förderung von innovativen Existenzgründungen aus dem Bereich der bremischen Hochschulen.

  • Der Schwerpunkt 2, für den 128,5 Mio. Euro oder 56,8 % des Programmvolumens zur Verfügung stehen, dient wie in den Ziel-2-Programmen der Jahre 1994-99 der Stärkung des Dienstleistungssektors. Bremen-Stadt und Bremerhaven weisen hier im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen noch Defizite auf. Im Zuge der vier geplanten Maßnahmen Informationsgesellschaft (Maßnahme 2.1), Technologie-Transfer (Maßnahme 2.2), Fremdenverkehr (Maßnahme 2.3) und Neue Dienstleistungen/Kohärenzprojekte (Maßnahme 2.4) soll über Infrastrukturförderung und –entwicklung ein Beitrag zum Strukturwandel geleistet werden. Innerhalb dieses Schwerpunktes wurden auch diejenigen Maßnahmen konzentriert, die Investitionen für Infrastrukturen im Bereich Arbeitsmarkt und Beschäftigung vorsehen.

  • Der Schwerpunkt 3 (Umweltschutz/Flächenwiederherrichtung), für den 56,2 Mio. Euro oder 24,9 % der Programmmittel vorgesehen sind, fasst die Förderung anwendungsnaher Umweltschutztechnologien (Maßnahme 3.1), Infrastrukturprojekte zum Schutz der Umwelt (Maßnahme 3.2) und zur Reaktivierung alter Industriebrachen (Maßnahme 3.3) zusammen. Innerhalb der Maßnahme 3.2 liegen die Schwerpunkte inhaltlich auf der Förderung von Projekten im Bereich integrierte Produktentwicklung, produktionsintegrierter Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft/Abfallwirtschaft und Gestaltung umweltfreundlicher Verkehre.

  • Der Schwerpunkt 4 (Städtische Problemgebiete), für den ca. 17,0 Mio. Euro oder 7,5 % des Programmvolumens bereitstehen, dient der Förderung von Infrastrukturmaßnahmen und Projekten in zwei ausgewählten Stadtteilen Bremens und Bremerhavens. Dabei wird auf Erfahrungen zurückgegriffen, die mit der Gemeinschaftsinitiative URBAN im Lande Bremen zwischen 1994 und 1999 gemacht wurden. Die Förderung in den Bereichen Belebung wirtschaftlicher Aktivitäten, Quartiersentwicklung und Belebung zentraler Plätze (Maßnahmen 4.1, 4.2, 4.3) wird sich auf die Ortsteile Hemelingen (Bremen-Stadt) und Geestendorf (Bremerhaven) beschränken. Damit wird der von der Europäischen Kommission gewünschten Integration besonderer Förderansätze für entsprechende Stadtgebiete Rechnung getragen.

  • Für die Technische Hilfe sind rd. 4,8 Mio. Euro (2,1%) vorgesehen. Hier werden Maßnahmen gefördert, die mit der übergreifenden Verwaltung, Begleitung und Bewertung des Programms in unmittelbarem Zusammenhang stehen (Evaluierung, Studien, Publizitätsmaßnahmen). In begrenztem Umfang sollen hier auch Pilotprojekte gefördert werden.

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Programmtexte

Der vollständige Programmtext sowie die Kurzfassung des bremischen Ziel 2-Programms steht zum Herunterladen zur Verfügung.

Die Ergänzung zur Programmplanung beinhaltet eine Ex-ante-Bewertung der quantifizierten Maßnahmen - soweit diese sich für eine Quantifizierung eignen - und die Darstellung von Indikatoren zur Begleitung und Bewertung der einzelnen Maßnahmen. Daneben weist die EPP einen detaillierten Finanzplan sowie weitere Informationen zur Verwaltung des Programms auf.

Der Leitfaden diente als Nachschlagewerk für die Arbeit mit dem Ziel-2-Programm. Hierbei wurde versucht, Fragen hinsichtlich des Programmhintergrundes zu klären und Verwaltungsabläufe darzustellen.

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Abschlussbericht sowie jährliche Durchführungsberichte

An dieser Stelle stehen die Berichte für die Jahre 2000 bis 2007 sowie der Abschlussbericht einschließlich der Berichte für das Jahr 2008 und das erste Halbjahr 2009 mit den dazugehörigen Finanztabellen (ab dem Jahr 2002 im Anhang des Berichtes) zum Herunterladen zur Verfügung.

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Begleitung und Evaluierung

Evaluierungstätigkeiten

Die Evaluierung der Programme 2000 - 2006 erfolgen gemäß der Verordnung 1260/99 des Rates (Art. 40-43) vor allem über eine Ex-ante-Bewertung im Jahre 1999/2000, die dem Programmentwurf beiliegt, eine Zwischen- bzw. Halbzeitbewertung im Jahre 2002/3 sowie deren Aktualisierung im Jahr 2005 und eine Schlussbewertung in den Jahren 2007 ff..

Ex-ante Evaluierung zum EPPD Ziel 2 des Landes Bremen 2000- 2006

Die Ex-ante-Bewertung ist nach der Strukturfonds-Grundverordnung Bestandteil der Programmplanung für den Einsatz der Europäischen Strukturfonds. Die vollständige Fassung dieser Ex-ante-Evaluierung des Einheitlichen Programmplanungsdokuments (EPPD) für die Ziel-2-Förderung 2000 bis 2006 im Land Bremen können Sie sich hier herunterladen:
Ziel 2 Ex-ante Evaluierung (pdf, 101.9 KB)

Die Halbzeitbewertung des Ziel-2-Programmes 2000-2006

Die sogenannte Halbzeitbewertung der aktuellen Förderperiode 2000-2006 untersucht den Stand der Programmumsetzung und erste Wirkungen. Auftraggeber für die Halbzeitbewertung ist der Senator für Wirtschaft und Häfen als Verwaltungsbehörde, durchgeführt wurde sie von unabhängigen, d.h. externen Bewertungssachverständigen.

Das Verfahren zur Halbzeitbewertung ist aufwendig, die gutachterlichen Tätigkeiten benötigen rund ein Jahr Laufzeit. Zur Begleitung der Evaluierung wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, in der unter anderem ein Beauftragter der Europäischen Kommission und externe Sachverständige vertreten waren. Nachfolgend hat der regionale Ziel-2-Begleitausschuss dem Gutachten zur Halbzeitbewertung zugestimmt.

Hier finden Sie den vollständigen Text der Halbzeitbewertung zum Herunterladen:

Studie Gender Mainstreaming

Das genderbüro Berlin und das Gender-Institut Sachsen-Anhalt (GISA) haben 2006 und 2007 die Ziel-2-Förderung des Landes Bremen 2000 bis 2006 unter Gender Mainstreaming Gesichtspunkten untersucht. Insbesondere sollten Möglichkeiten zur Verbesserung der Umsetzung von Gender Mainstreaming in der EFRE-Förderung des Landes Bremen aufgezeigt werden.

Die Studie umfasst eine Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Gender Mainstreaming im EFRE, eine sozio-ökonomische Gender-Analyse für das Land Bremen sowie eine Analyse der Umsetzung von Gender Mainstreaming. Ein Kernstück der Untersuchung bilden acht Fallanalysen, aus denen Wirkungsketten bezüglich Gleichstellung abgeleitet werden.

Der nachfolgende Bericht fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen:

Endbericht Gender Mainstreaming (pdf, 7.1 MB)

Die Studie ist unter dem Titel "Gender Mainstreaming in der Regionalentwicklung - Analyse und Impulse für die EFRE-Förderung im Land Bremen" im Buchhandel erhältlich.

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