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Erfolgreiche Bustour zu EU-geförderten Projekten in Bremen

Strukturförderung für Bremen und Bremerhaven bleibt unverzichtbar

foto EU-Bus
EU-Bus

Als Beitrag zur Europa-Woche stellte der Senator für Wirtschaft und Häfen den neu gestalteten EU-Bus vor, der künftig im Bremer Linienverkehr fahren wird. Im Rahmen einer Sonderfahrt besuchten geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik am Montag, den 03. Mai 2004 den Ortsteil Hemelingen und das Bremer Design Zentrum.

Die Projekte werden aktuell aus dem bremischen Ziel-2-Programm gefördert, wobei sich das Land Bremen und die Europäische Union zu gleichen Teilen an der Finanzierung dieser Projekte beteiligen. Das aktuelle Ziel-2-Programm, das für die Förderung der bremischen Wirtschaft eingesetzt wird, wird mit rund 117 Millionen Euro aus Brüssel bezuschusst. Dieser Zuschuss erhöhte sich jüngst als Folge der guten Umsetzungserfolge des Programms. Bremen hat seit 1989 insgesamt über 285 Millionen Euro allein aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erhalten, die meisten Mittel für die Ziel-2-Förderung.

Foto Begrüßung im Bürgerhaus

Im Bürgerhaus Hemelingen wurden die Gäste durch Ortsamtsleiter Ullrich Höft begrüßt. Im Anschluss stellten Thomas Scherbaum, Vertreter der Gewoba, Jörn Ehmke, Vertreter der Bremischen sowie Henrike Neuenfeldt, Stadtteilmanagerin Hemelingen, die Projekte vor, die zur wirtschaftlichen Belebung und zur Steigerung der Attraktivität des Ortsteils Hemelingen im Rahmen des Ziel-2-Programms umgesetzt werden sollen.

foto Anne Havliza, Leiterin des Design-Labors in Bremerhaven
Anne Havliza, Leiterin des Design-Labors in Bremerhaven

Anschließend unterstrichen Anne Havliza, Leiterin des Design-Labors in Bremerhaven und Heinz-Jürgen Gerdes, Geschäftsführer der Design GmbH, die Bedeutung von Design als Instrument der Wirtschaftsförderung bei einer Führung durch die aktuelle Ausstellung im Design Zentrum Bremen.

Den Abschluss bildeten ein Vortrag von Präses Dr. Patrick Wendisch in der Handelskammer, ein Ausblick auf die Förderpolitik der EU nach der gerade erfolgten Erweiterung durch Bürgermeister Perschau sowie die Präsentation des Expertinnenberatungsnetzes (ebn), eines weiteren Ziel-2-geförderten Projektes. Dr. Wendisch begrüßte die Vorstellung von EU-Projekten. Die erfolgreiche Umsetzung solcher regionalen Fördermaßnahmen trage dazu bei, dass Bremen kürzlich in der Allensbach-Studie auf Platz zwei unter den unternehmerfreundlichsten Städten in Deutschland gelangt ist, was wichtiges Marketing für den Standort bedeute.

Foto Wirtschaftssenator Hartmut Perschau
Wirtschaftssenator Hartmut Perschau

"Bremen kann sich auch europaweit mit seinen Projekten erfolgreich platzieren. Die Ausrichtung der Bremer Wirtschaftsförderung auf die Bereiche Wissenschaft und Innovation, erfolgreich umgesetzt in Programmen wie dem Ziel-2-Programm der EU oder dem Bremer Programm "InnoVision 2010", verhelfen Bremen zu einer zukunftsorientierten Wirtschaftsstruktur und zur Bewältigung des Strukturwandels", betonte Wirtschaftssenator Hartmut Perschau.

Die Vorstellung dieser Programme und daraus geförderter Projekte fand kürzlich in Brüssel statt. Hier zeigte Bremen vor Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, Vertretern der Bundesregierung sowie Vertretern verschiedener Bundesländer und europäischen Regionen, dass es trotz aller bisherigen Erfolge auch künftig einem wirtschaftlichen Anpassungsdruck ausgesetzt sein wird, so dass auch weiterhin die Notwendigkeit weiterer Strukturförderungen in beiden Städten des Landes besteht. Daher sei es von großer Bedeutung, dass erstens weiterhin eine finanzielle Unterstützung aus den Europäischen Strukturfonds für das Land gewährleistet wird und dass zweitens ausreichende Handlungsspielräume für eine eigenständige Regionalförderung erhalten bleiben. Deshalb seien die jüngst veröffentlichten Vorschläge der Europäischen Kommission zur europäischen Strukturpolitik ab dem Jahre 2007 sehr zu begrüßen. Es handele sich nach Auffassung des bremischen Wirtschaftsressorts um eine sachgerechte Antwort auf die Herausforderungen der erweiterten Gemeinschaft. Es sei der Kommission gelungen, ein Konzept vorzulegen, das auch im Rahmen der künftigen Kohäsionspolitik die Lissabon-Ziele der Gemeinschaft berücksichtigt. Die europäische Kohäsionspolitik wird dadurch ihren Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Nachhaltigkeit und damit zur Steigerung des Wirtschaftswachstums in Europa leisten.