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URBAN II 2000–2006
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URBAN II 2000 – 2006

Projektdaten
Wesentliche Problemlage:
Strategische Ziele
Förderschwerpunkte
Strukturelle Bedingungen des Gebiets
bisher durchgeführte Maßnahmen / Vernetzung mit weiteren Programmen
Schwerpunkte
Zuständigkeiten
Programmtext
Fördergebietskulisse


Projektdaten

Programm Zeitraum Fördermittel Größe des Gebietes
URBAN II 2000 – 2006 gesamt: 20,178 Mio. € davon EFRE: 10,089 Mio.€ 326 ha
ca. 23.000 Einwohner

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Wesentliche Problemlage:

Die sichtbar einschneidenden Folgen der anhaltenden Strukturschwäche der Stadt Bremerhaven - hervorgerufen durch die ehedem einseitig auf die Schifffahrtindustrie ausgerichtete Wirtschaftstruktur - äußern sich in den Stadtteilen des Programmgebiets in besonders drastischer Weise: Überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit, fortschreitende Verarmung und fehlende Entwicklungsperspektiven, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, kennzeichnen die Situation der innerstädtischen Quartiere. Aufgrund dieser komplexen Problemfelder sowie einem negativen Innen- und Außenimage und der zunehmend im Umland stattfindenden Ansiedlung neuer Unternehmen besteht in den Stadtteilen ein großer Bedarf an integrierten Konzepten zur Problemlösung.

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Strategische Ziele:

Das Hauptziel, namentlich die Stabilisierung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und die Herstellung der Konkurrenzfähigkeit gegenüber Standorten im Umland, soll durch folgende strategische Ziele erreicht werden:

  • Stärkung des wirtschaftlichen Wohlstands und der Beschäftigung
  • Förderung der Chancengleichheit, soziale Eingliederung und Erneuerung, Stärkung der Identifikation mit dem Gebiet
  • Schutz und Verbesserung der Umwelt und Erholungsfunktion
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Funktionalität und Attraktivität des Gebiets
  • Wiederbelebung historisch wertvoller Funktionen und Infrastruktur.

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Förderschwerpunkte:

  1. Wirtschaftliche Entwicklung
  2. Arbeitsmarkt und Soziales
  3. Städtebauliche Erneuerung / Ökologie
  4. Technische Hilfe

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Strukturelle Bedingungen des Gebiets

Gesamtstädtische Situation

Eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Seestadt Bremerhaven hatte die Hafenindustrie mit Werften, (maritimen) Zulieferbetrieben und fischverarbeitenden Unternehmen. Nicht zuletzt wegen dieser einseitig geprägten Wirtschaftsstruktur wurde die Stadt Bremerhaven in der Vergangenheit von konjunkturabhängigen Krisen in der Schiffbauindustrie besonders getroffen. Neue ökonomische Aktivitäten, z.B. in der Dienstleistungsbranche, konnten bisher noch nicht in ausreichendem Maße verwirklicht werden. Aufgrund dieses Prozesses wurden in Bremerhaven im Zeitraum von 1990 bis 1998 15,2% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze abgebaut; die Durchschnittsziffer im westdeutschen Bundesgebiet lag in diesem Zeitraum bei 1,3%! Die damit einhergehende hohe Arbeitslosigkeit führt zu einer zunehmenden Verarmung der Haushalte.


Ausgangssituation

Das Programmgebiet, das an die Innenstadt Bremerhavens angrenzt, zeichnet sich durch eine Vielzahl von Gewerbe- und Industrieflächen mit großen Entwicklungsrückständen, zahlreiche brachgefallene Flächen, eine defizitäre Freiflächen- und Umweltsituation sowie eine schwierige wirtschaftliche Situation aus. Auch Verarmungstendenzen sind erkennbar: so liegt der Anteil an Sozialhilfeempfängern in einzelnen Teilen des Programmgebiets deutlich über dem ohnedies schon sehr hohen städtischen Durchschnitt. Mit der wirtschaftlich schwierigen Lage entstehen im Programmgebiet armutsbedingte soziale Ausgrenzung, abnehmende Motivation und ein Rückgang kultureller Aktivitäten. Im Rahmen von URBAN II sollen die endogenen Potentiale des Gebiets genutzt werden.


Lage und Größe

Das Programmgebiet, nördlich und östlich der Innenstadt Bremerhavens gelegen, umfasst Teilgebiete der Stadtteile Mitte, Lehe und Geestemünde. Zu dem Gebiet gehören neben verdichteten Wohngebieten auch der Flussraum der Geeste und die Brachfläche Neuer Hafen.

Größe: 326 ha
Einwohnerzahl: ca. 23.000 Einwohner
Einwohnerdichte: k.A.


Sozialstruktur

Die Sozialstruktur des Programmgebiets weist kleinräumig große Unterschiede auf. Insbesondere der Norden des Programmgebiets, der Stadtteil Lehe, verfügt über sehr problematische Sozialstrukturen, was sich u.a. durch einen überdurchschnittlichen Einwohnerrückgang, eine sehr hohe Zahl an Sozialhilfeempfängern sowie durch unterdurchschnittliche schulische Bildungsabschlüsse ausdrückt.

Altersstruktur: 19,0% Bevölkerung unter 19 Jahren, 20,0% Bevölkerung über 64 Jahren
Sozialhilfeempfänger: 16,0%
Ausländeranteil: 14,0%


Wirtschaftsstruktur

Der Strukturwandel hat vor allem im Programmgebiet zum Wegfall der klassischen Arbeitsplätze in der Hafenindustrie geführt. Die wirtschaftlichen Aktivitäten konzentrieren sich mittlerweile auf Einzelhandel und Kleingewerbe, wobei die Angebotsqualität und -vielfalt sich verschlechtert und zu einem Verlust des Angebots an höherwertigen Gütern und Dienstleistungen in den betroffenen Stadtbezirken führt.

Arbeitslosenquote: 14,8%
Davon Langzeitarbeitslose: 40,0%
Davon Arbeitslose unter 25 Jahren: 10,5%


Erwerbsstrukturen:

Überwiegend Kleingewerbe und Einzelhandel zur Versorgung der Wohnbevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.


Städtebauliche Bedingungen

Das Programmgebiet lässt sich in gliedern in:

  • Verdichtete Wohngebiete (Stadtteil Lehe: überwiegend in Altbauweise, Stadtteil Mitte: überwiegend Nachkriegsbauten)
  • Teilweise brachgefallene Industrie- und Gewerbeflächen am Neuen Hafen
  • Das Flussgebiet der Geeste mit Brachflächen aus der früheren Werftennutzung und freien Landschaftsräumen (teilweise mit Altlastenproblematik).

Verkehrsanbindung


Das Programmgebiet ist im Wesentlichen gut an das städtische Bussystem angeschlossen; auch befinden sich an den meisten Hauptverkehrsstraßen Radverkehrsanlagen.


Soziale Infrastruktur

Das Programmgebiet verfügt neben einer ausreichenden Zahl an lokalen Infrastruktureinrichtungen auch über zahlreiche Einrichtungen für Kultur- und Freizeit, teilweise auch mit regionaler und überregionaler Bedeutung. Ein Austausch oder eine konkrete Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren des Programmgebiets findet aber in der Regel nicht statt.


Umweltqualität

Das Programmgebiet verfügt über einen unterdurchschnittlichen Anteil an privaten und öffentlich zugänglichen Grünflächen, ein großräumiges Biotopverbundsystem ist nicht vorhanden. Darüber hinaus besteht eine starke Belastung durch den motorisierten Durchgangsverkehr; in Ost-West-Richtung durchschneidet der zentrale Autobahnzubringer Mitte und in Nord-Süd-Richtung die dazugehörigen Verteilerstraßen das Gebiet.

Luftbelastung: k.A.
Anteil an Grünflächen: 19% Grünfläche
Anteil der Gebäudefläche: 64% Wohnbaufläche
Anteil der Verkehrsfläche: 17%


Altlasten

Aufgrund der industriellen Vergangenheit sind einzelne Teilgebiete des Programmgebiets Altlasten- oder Altlastenverdachtsflächen.

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Bisher durchgeführte Maßnahmen / Vernetzung mit weiteren Programmen

Das URBAN II-Programm will an den Stadtentwicklungskonzepten der Stadt Bremerhaven anknüpfen. Auch die Umnutzung der am Ufer gelegenen Werften für Ge-werbe-, Dienstleistungs-, und Wohnzwecke wird wichtige Entwicklungsimpulse für das Programmgebiet geben. Die Schwerpunkte des Programms ergänzen die o.g. Aktivitäten und unterstützen die langfristig angestrebte Bewältigung des Strukturwandels.

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Überblick über die Schwerpunkte und Maßnahmen des URBAN-Programms

Die Programmschwerpunkte fassen die unterschiedlichen, für die künftige Entwicklung des Programmgebiets wichtigen Projekte und Projektideen zusammen. Zur bestmöglichen Erreichung der Ziele des URBAN II-Programms wurden den einzelnen Schwerpunkten unterschiedliche Prioritäten für den Einsatz der Fördergelder zugeordnet.

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Zuständigkeiten

  • Verwaltungsbehörde:

    Der Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen
    Referat 23
    Zweite Schlachtpforte 3
    D-28195 Bremen

    Herr Thomas Schwender
    Tel.: ++49 421 361-2574
    Fax: ++49 421 496-2574

  • Stadt Bremerhaven:

    Magistrat der Stadt Bremerhaven
    Referat für Wirtschaft
    Elbinger Platz 1 (Hafenhaus)
    D-27570 Bremerhaven

    Herr Reiner Vogl
    Tel.: ++49 471 590-3389
    Fax: ++49 471 590-2800

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Übersicht über die Finanzierung der Schwerpunkte und Maßnahmen (in Euro)

Schwerpunkte/ Maßnahmen Kosten Anteil Beitrag EFRE Nationaler Beitrag Priv. Beitrag
Schwerpunkt 1 11.261.664 55,81%
5.630.832 5.630.832 -
Maßnahme 1.1 10.237.664 50,74%
5.118.832 5.118.832 -
Maßnahme 1.2 1.024.000 5,07%
512.000 512.000 -
Schwerpunkt 2 4.215.990 20,89%
2.107.995 2.107.995 -
Maßnahme 2.1 2.930.000 14,52%
1.465.000 1.465.000 -
Maßnahme 2.2 1.285.990 6,37%
642.995 642.995 -
Schwerpunkt 3 3.708.000 18,38% 1.854.000 1.854.000 -
Maßnahme 3.1 2.800.000 13,88%
1.400.000 1.400.000 -
Maßnahme 3.2 908.000 4,50%
454.000 454.000 -
Schwerpunkt 4 992.000 4,92% 496.000 496.000 -
Maßnahme 4.1 744.000 3,69% 372.000 372.000 -
Maßnahme 4.2 248.000 1,23% 124.000 124.000 -
Gesamt 20.177.654 100,00% 10.088.827 10.088.827 -



Weitere Informationen bezüglich der Gemeinschaftsinitiative URBAN II erhalten sie hier:

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Programmtext der Gemeinschaftsinitiative (PGI)

Den Programmtext stellen wir Ihnen hier zum herunterladen zur Verfügung. Je nach Leistungsfähigkeit Ihres Rechners kann der Vorgang mehrere Minuten dauern.

PGI Bremerhaven (pdf, 19.6 MB)

Programmtext Kurzfassung

Möchten Sie sich die Kurzfassung des URBAN II Programmes 2000 - 2006 herunterladen, klicken Sie bitte hier:

URBAN_II_Kurzfassung 2006 (pdf, 1.8 MB)

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Fördergebietskulisse

Hier können Sie sich die Fördergebietskulisse für die Gemeinschaftsinitiative URBAN II (doc, 466 KB) im Land Bremen (Stadt Bremerhaven) herunterladen.

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