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Eine Quartiermeisterei für Lehe

Revitalisierung von Ortsteilen Lehes durch die Einrichtung einer Quartiersmeisterei

Gebiet der Startphase, Hafenstrasse-Rickmersstrasse
Gebiet der Startphase

Der Stadtteil Lehe mit seinen 36.425 Einwohnern ist ein Stadtteil mit vielen Chancen, aber auch großen Problemen. Obwohl der Stadtteil über viele historische Gebäude verfügt und auch als „Altstadt der Seestadt“ bezeichnet wird, prägen Leerstände und unsanierte Gebäude das Stadtbild. Auch die Anzahl Langzeitarbeitsloser und damit einhergehender Folgeprobleme (Armut, Überschuldung, Abgleiten in kriminalisierte Grauzonen) konnten in den letzten Jahren kaum verringert werden. Dadurch ist eine soziale und ökonomische Schieflage in diesem Stadtteil entstanden, die nur mit dem Aufbau von nachhaltigen, professionellen Strukturen beseitigt werden kann.

Als „Schaltzentrale“ für die Förderung der Stadtteilentwicklung und für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen ist nun die „Quartiersmeisterei Lehe“ eingerichtet worden.

Hier sollen Akteure aus den verschiedenen Bereichen der Verwaltung, der Politik, der privaten Wirtschaft, der lokalen Vereine und der nicht organisierten Anwohnern zusammengebracht werden, um sich zu vernetzten, auszutauschen, zu informieren und Ideen zu schmieden.
Ziel ist es, Bewohnern und Gewerbetreibenden neue berufliche, wirtschaftliche, persönliche, soziale und gesellschaftliche Perspektiven zu vermitteln und die unterschiedlichen Aspekte „Wirtschaftsförderung“, „sozialer Zusammenhalt“ und „bauliche Stadtentwicklung“ zu verknüpfen, damit Lehe neue Impulse bekommt, um sich wirklich zur charmanten „Altstadt der Seestadt“ entwickeln zu können.

Die Umsetzung

Um nachhaltig eine Veränderung herbeizuführen, ist es sinnvoll, für die „Quartiersmeisterei Lehe“ im ersten Schritt ein Kerngebiet festzulegen und die Aktivitäten hier zu bündeln. Eine spätere Ausdehnung auf andere Kerngebiete ist möglich.

Daher werden sich die Maßnahmen zunächst auf das Goethequartier fokussieren.
Obwohl die Goethestraße und die Nebenstraßen mit ihren Gebäuden aus der Jahrhundertwende und dem alten Baumbestand zu den „charmantesten“ Straßen Bremerhavens gehören, hat das Quartier mit Geschäfts- und Wohnungsleerständen, maroder Bausubstanz und zum Teil ungepflegten Vorgärten zu kämpfen.

Von der Quartiersmeisterei wird erwartet, gemeinsam mit den hier ansässigen Bürgern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen Ideen zu entwickeln, mit deren Umsetzung dann Lösungen zur Beseitigung der schwierigen Probleme möglich werden. Konkret geht es um die Bekämpfung des Geschäfts- und Wohnungsleerstands, die Ermöglichung von Existenzgründungen und die Verbesserung des Wohnwertes. Die Quartiersmeisterei soll dabei helfen, im Kernbereich „Goethestraße“ ein (wieder) pulsierendes „Altstadt-Quartier“ mit sozialem Zusammenhalt zu schaffen. Zukünftig sollen die Potenziale des Stadtteils in den Vordergrund treten: Lehe ist multikulturell, bunt, charmant, vielfältig, kreativ, historisch, aber durchaus auch modern“.

Projektträger wird das Arbeitsförderungszentrum (afz), das auch die Quartiersmeisterei in der „Alten Bürger“ betreibt.

Wirkungsgebiet: Umsetzungsort: Volumen insgesamt (EFRE-Programm): davon öffentliche Mittel: davon EFRE-Mittel:
Stadt Bremerhaven Bremerhaven-Lehe 100.000 € 100.000 € 50.000 €

Ansprechpartner:

Frau Maja Pfeifer

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen
Referat 34

Zweite Schlachtpforte 3, 28195 Bremen