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„WIEGE“- Wiederaufbau der Gärtnerei in der ehemaligen JVA Blockland

Die Gärtnerei

Bepflanzte Gewächshäuser im Sommer 2013
Bepflanzte Gewächshäuser im Sommer 2013

Vor mehr als 6 Jahren wurde die Justizvollzugsanstalt im Blockland geschlossen und der dort durchgeführte Jugendvollzug von der JVA Oslebshausen übernommen. Nun soll die 1966 erbaute Anlage für den Stadtteil Gröpelingen genutzt werden. Im Rahmen des Projekts „WIEGE“ werden einige der stark sanierungs- und renovierungsbedürftigen Gebäude und Flächen der ehemaligen JVA Blockland für die landwirtschaftliche und gartenbauliche Nutzung wieder hergestellt, um Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte für straffällig gewordene Menschen anzubieten.

Die wiederhergestellte Gärtnerei wird zukünftig von der Maßnahme „Knastgewächse“ genutzt. Straffällige haben hier die Möglichkeit, sich im landwirtschaftlichen Bereich beruflich zu qualifizieren. Dadurch soll ihre Chance auf Resozialisierung und der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt stark erhöht werden.

In einem weiteren Planungsschritt ist die selbständige Vermarktung der erzeugten landwirtschaftlichen Produkte vorgesehen. Begleitet werden die Angebote an die Straffälligen durch eine zielgerichtete, sozialpädagogische Unterstützung sowie die ansässigen Akteure des Übergangsmanagements. Die notwendige Finanzierung des Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt wird vollständig über das Bundesprojekt „BIWAQ“ sichergestellt und ist nicht Gegenstand des „WIEGE“-Projekts.

Zielsetzung

Mithilfe des Projekts „WIEGE“ werden die Ziele des EFRE-Programms im Förderbereich 2.1, besonders benachteiligte Stadtteile mit Problemlagen zu fördern, unterstützt. Im Stadtteil Gröpelingen in Verbindung mit der Justizvollzugsanstalt ist dies der Fall. Viele der Straffälligen siedeln sich nach der Haftentlassung im Stadtteil an und haben Probleme, wieder eine reguläre Beschäftigung zu finden. Durch das Projekt „WIEGE“ und das damit verbundene Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt wird die Wiedereingliederung von Straffälligen erleichtert und der soziale Empfangsraum für Ex-Strafgefangene verbessert.

Hierbei bildet das Projekt WIEGE nur einen ersten Schritt. Über das Projekt hinaus ist geplant, stadtteilbezogenen und arbeitsmarktpolitischen Akteuren auf dem Gelände einen Ort bereit zu stellen, an dem sich insbesondere die Beratungs- und Dienstleistungen für ehemalige Strafgefangene konzentrieren.

Zentrale Säulen der Stadtteilarbeit wie die Träger Kultur vor Ort e.V. und das Gröpelinger Marketing (EFRE finanziert) sowie das Bürgerhaus Oslebshausen sind schon auf dem Gelände vertreten. Justiznahe bzw. ortsansässige Träger wie Hoppenbank e.V., Quirl e.V. und die Gröpelinger Recycling Initiative können relativ einfach eingebunden werden und zur Aufwertung der Anlage und deren Ausgestaltung führen. Ziel ist eine sozialräumlich verbesserte Einbettung und Einbindung der Anstalt in den Stadtteil und in die unmittelbare Nachbarschaft. Durch unterschiedliche Maßnahmen und Projektvorhaben soll das Verhältnis von der Anstalt zum Stadtteil verbessert werden.

Videobeitrag von buten un binnen über die Knastgewächse

Am 17.07.2013 wurde ein Beitrag über das Projekt Knastgewächse im buten un binnen Magazin ausgestrahlt:
Sehen sie hier den Videobeitrag (You Tube hochgeladen von buten und binnen)

Wirkungsgebiet: Umsetzungsort: Volumen insgesamt (EFRE-Programm): davon öffentliche Mittel: davon EFRE-Mittel:
Stadt Bremen, Stadtteil Gröpelingen Stadt Bremen, Stadtteil Gröpelingen 50.000 € 50.000 € 25.000 €

Ansprechpartner:

Herr Bonnet

Referat 23

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen
Referat 23
Contrescarpe 72
28195 Bremen